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Webinar „IoT-Plattform-Integration“ ...
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kdw



Anmeldedatum: 05.05.2006
Beiträge: 1368

BeitragVerfasst am: 06.03.2020, 16:32    Titel: Webinar „IoT-Plattform-Integration“ ... Antworten mit Zitat

Hallo Forum.

Mit Hilfe der Digitalisierung versuchen viele Unternehmen lediglich ihre Effizienz bzw. Produktivität weiter zu verbessern. Übersehen wird vielfach, dass man mit den gleichen Technikbausteinen auch das eigene Geschäftsmodell weiterentwickeln und neben dem physischen Produkt in Zukunft innovative Services anbieten kann. Vielfach sind die positiven Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit sogar deutlich größer, als durch geringfügige Produktivitätssteigerungen.



Für solche Digitalisierungsaufgaben sind IoT-Plattform-Integrationen ein sehr wichtiger Baustein. Um dieses komplexe Thema näher zu beleuchten, behandelt das Webinar folgende Themen bzw. Fragen:

* Wie könnte die Datenverbindung zwischen physischen Produkten und einer IoT-Plattform in der Praxis aussehen?

* Welche Dienste stehen in einer IoT-Plattform zur Verfügung und was für Anwendungen lassen sich damit realisieren?

* Welcher Mehrwert (Kundennutzen) ist durch eine IoT-Plattformintegration für den Produktanbieter und die Kunden möglich?

* Wie lässt sich ein ausreichender Datenschutz und eine dem Stand der Technik entsprechende Cybersicherheit gewährleisten ohne einen zusätzlichen Vendor-Lock-in zu schaffen?

* Welche Kostenaspekte sind zu beachten (z. B. Kosten für die einzelnen Services, Kosten für Datenkommunikation, Kostenkontrollmöglichkeiten) und wie geht man in der Praxis damit um?

Das Webinar ist kostenlos und besonders für Entwickler und Produktmanager geeignet. Der nächste Termin ist der 28. April 2020 von 14 bis 16 Uhr. Anmeldungen sind ab sofort über

https://www.ssv-embedded.de/events/2020/webinar_iot-plattformen/

möglich. Die individuellen Zugangsdaten werden kurz vor der Veranstaltung per E-Mail verschickt.

VG KDW


Zuletzt bearbeitet von kdw am 23.04.2020, 12:56, insgesamt einmal bearbeitet
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kdw



Anmeldedatum: 05.05.2006
Beiträge: 1368

BeitragVerfasst am: 10.03.2020, 07:56    Titel: Warum eine IoT-Plattform-Integration? Antworten mit Zitat

Hallo Forum.

In dem Webinar kommt auch die Frage „Warum sollte ich mein Produkt mit einer IoT-Plattform verbinden?“ zur Sprache. In diesem Zusammenhang werden zunächst die beiden theoretischen Marktpositionen „Monopol“ und „Perfekter Wettbewerb“ (Perfect Competition) aus der Ökonomie an Hand von Beispielen kurz erläutert.



Wenn sich Ihr Produkt aus Kundensicht kaum von den Wettbewerbsprodukten unterscheidet, lässt sich z. B. per IoT-Plattform-Integration ein zusätzlicher Service entwickeln, um einen Abstand zum Wettbewerb herzustellen. Zwei einfache Beispiele wären eine Garantie- und Gewährleistungsverlängerung oder einen Monitoringservice mit einer Produktverfügbarkeitsgarantie

VG KDW

P.S.: Die Digitalagentur Unic hat auf Ihrer Website ein interessantes Umfrageergebnis bzgl. der Ziele von IoT-Initiativen veröffentlicht. Die Frage „In welchem Bereich erwarten Sie den größten Beitrag Ihrer IoT- Initiativen?“ ergab folgenden Trend:

35%: Steigerung des Umsatzes
18%: Verbesserung der Innovationsfähigkeit
14%: Entwicklung neuer digitaler Services für Kunden
11%: Senkung der operativen Kosten
8%: Verbesserung der Kundenbeziehungen

Quelle: Unic, Ziele von IoT-initiativen im Business-Umfeld


Zuletzt bearbeitet von kdw am 15.03.2020, 18:55, insgesamt 3-mal bearbeitet
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kdw



Anmeldedatum: 05.05.2006
Beiträge: 1368

BeitragVerfasst am: 15.03.2020, 15:30    Titel: Übersicht zu Technologiebausteinen … Antworten mit Zitat

Hallo Forum.

In Zusammenhang mit der Fragestellung „Welche Dienste stehen in einer IoT-Plattform zur Verfügung und was für Anwendungen lassen sich damit realisieren?“ wollen wir einen kleinen, selektiven Überblick zu einigen typischen Technologiebausteinen liefern. Grundsätzlich ist dabei zu beachten, dass wir es mit dem Internet der Dinge zu tun haben und das in diesem Umfeld der bekannte Gartner-Hype-Zyklus mit seinen fünf Bereichen aktueller denn je ist. Das bedeutet: Nicht alles, was wir heute als Dienste in einer IoT-Plattform vorfinden, wird in Zukunft tatsächlich praxisrelevant sein.



Bildquelle: Wikipedia/NeedCokeNow (Lizenz: CC BY-SA, CC BY-NC-SA)

Wir werden im Webinar auch auf diesen Aspekt eingehen. Als Entwickler bzw. Produktmanager muss man bei der Auswahl von IoT-Technologiebausteinen mit Hilfe geeinigter Methoden vorgehen, um nach einiger Zeit keine allzu bösen Überraschungen zu erleben.

VG KDW
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kdw



Anmeldedatum: 05.05.2006
Beiträge: 1368

BeitragVerfasst am: 10.04.2020, 09:08    Titel: Bausteine einer IoT-Plattform ... Antworten mit Zitat

Hallo Forum.

IoT-Plattformen bestehen aus verschiedenen Schichten, die je nach Anbieter unterschiedlich ausgeprägt sind. Trotz zum Teil völlig verschiedener Namensgebung lassen sich in den meisten Plattformen funktional bedingt zumindest zwei Ebenen identifizieren:



1. Für die Anbindung der einzelnen Geräte, Sensoren und Aktoren (IoT-Devices) existiert in der Regel ein IoT-Hub bzw. Device Gateway als zentraler Nachrichtenhub, über den die gesamte Kommunikation zwischen Plattform und IoT-Devices abgewickelt wird und in dem auch die IT-Sicherheit des Übertragungskanals realisiert ist.

2. Alle anderen Bausteine einer Plattform sind in der Applikationslogik zusammengefasst. Dazu gehören zum einen die zahlreichen Standarddienste (Cloud Services) der jeweiligen Plattform (z. B. verschiedene Datenbanken, diverse Laufzeitumgebungen für Apps, Datenanalysedienste mit KI-Algorithmen, Benachrichtigungsfunktionen usw.) sowie zum anderen eine Rules Engine (Data Flow Engine) als Datenverarbeitungslogik der ein- und ausgehenden IoT-Device-Daten. Für die Services und die Rules Engine werden darüber hinaus Softwarebausteine (z. B. eigene Anwendungen) entwickelt, um die Einzelfunktionen der Standarddienste aufgabenbezogen miteinander zu verknüpfen.

Durch den IoT-Hub besitzt die gesamte Anwendung eine sternförmige Topologie mit den einzelnen Geräten als Endpunkten. Ein solcher Hub bildet die Verteilerfunktion zwischen allen Geräten einer Anwendung und den Services der IoT-Plattform.

VG KDW


Zuletzt bearbeitet von kdw am 15.04.2020, 06:42, insgesamt 2-mal bearbeitet
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kdw



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BeitragVerfasst am: 13.04.2020, 18:52    Titel: Live Hands-on … Antworten mit Zitat

Hallo Forum.

Wir wollen in dem Webinar nicht nur Fachwissen mit Hilfe von PowerPoint und Sprache weitergeben, sondern auch das eine oder andere Detail in kurzen Live Hands-on ausführlich erläutern. Hier der aktuelle Stand unserer Pläne:

Live Hands-on I: MQTT und JSON. Das wichtigste IoT-Kommunikationsprotokoll ist MQTT (Message Queuing Telemetry Transport). Insofern zeigen wir zunächst, wie von einem IoT-Gateway, dass per NarrowBand IoT (NB-IoT – ein spezielles IoT-Funkprotokoll in Mobilfunknetzen) mit dem Internet verbunden ist, ein String per MQTT-Publish an einen frei zugänglichen MQTT-Test-Broker irgendwo in der Cloud geschickt wird und mit einem PC per MQTT-Subscribe wieder empfangen wird. Auf dem PC kommt die Open-Source-Software MQTT.fx zum Einsatz (siehe folgende Abbildung).



Ein weit verbreitetes IoT-Datenformat ist JSON (JavaScript Object Notation). Dieses kompakte Textdatenformat dient zum Datenaustausch zwischen beliebigen Anwendungen. Im Hands-on laden wir Wetterdaten im JSON-Format von einem Cloud-Service und bringen die Textdaten mit Hilfe eines JSON-Editors, der ebenfalls als Cloud-Service zur Verfügung steht, in eine übersichtliche Form.

Live Hands-on II: Device mit IoT-Plattform verbinden. Das im ersten Live Hands-on gezeigte MQTT-Verbindungsbeispiel ist nicht wirklich praxistauglich, da in dem Beispiel ohne eine Authentifizierung unverschlüsselte Daten über ein öffentliches Netzwerk übertragen werden, die noch nicht einmal signiert sind. In einer echten Anwendung muss eine Device, die per MQTT irgendwelche Daten an den Broker einer IoT-Plattform senden will, dafür eine TLS-gesicherte Verbindung nutzen und über die entsprechenden Zugriffsrechte verfügen. In diesem Hands-on zeigen wir daher als Beispiel, wie eine Device in der Amazon-AWS-IoT-Plattform registriert und für den MQTT-Publish konfiguriert wird.



Die Device-Registrierung erfolgt in der AWS-Managementkonsole. Dabei entstehen Zugriffsberechtigungs- bzw. Schlüsseldateien (CA File, Client Certificate, Client Key), die heruntergeladen und anschließend zur Device-Konfiguration verwendet werden. Zusätzlich muss eine Policy für die neue Device erstellt werden, um festzulegen, welche Aktionen die Device in der IoT-Plattform ausführen darf. Zum Schluss muss die Policy mit der neu registrierten Device verbunden werden. Im Anschluss daran kann z. B. eine MQTT-Verbindung per Node-RED auf der Device konfiguriert werden. Dafür werden CA File, Client Certificate und Client Key benötigt. Danach lassen sich per MQTT-Subscribe Daten an die AWS-IoT-Plattform senden.

Um per MQTT-Subscribe die gesendeten Daten zu empfangen, nutzen wir auch in diesem Beispiel wieder die Open-Source-Software MQTT.fx, allerdings diesmal ebenfalls mit einer TLS-gesicherten Verbindung. Insofern wird auch die TLS-Konfiguration für MQTT.fx vorgeführt.

Live Hands-on III: WebGIS-Beispiel. WebGIS-Anwendungen sind Applikationen, mit denen zum Beispiel spezielle Informationen in Landkarten „verortet“ werden, die sich mit einem Webbrowser betrachten lassen (GIS = Geographisches InformationsSystem). Damit lassen sich in der Automatisierung beispielsweise relevante Zustandsdaten einer Maschine oder Anlage innerhalb einer Karte darstellen. Dazu wird ein Symbol mit der jeweiligen Position der Datenquelle innerhalb einer Karte angezeigt.



In diesem Hands-on-Beispiel verbinden wir ein Embedded System und eine für das Webinar erstellte Webseite, die als HTML-Datei auf einem PC gespeichert ist, mit der AWS-IoT-Plattform. Auf dem Embedded System nutzen wir Node-RED für die TLS-gesicherte IoT-Plattformanbindung. Die AWS-IoT-Anbindung für die HMTL-Webseite auf dem PC wurde per JavaScript mit Hilfe spezieller Bibliotheken realisiert.

Die Kommunikation zwischen dem Embedded System und der Webseite auf dem PC erfolgt per MQTT. Die AWS-IoT-Plattform dient als Broker und Sicherheitsinstanz, da sich beide Kommunikationspartner für den TLS-gesicherten Datenaustausch gegenüber der IoT-Plattform mit einem PKI-Zertifikat authentifizieren.

Das Embedded System schickt spezielle JSON-Objekte zur Webseite. In jedem JSON-Objekt ist eine Positionsangabe mit Breitengrad (Latitude) und Längengrad (Longitude) gespeichert. Diese Positionsparameter benutzt die Webseite zur Messwertdarstellung in der Landkarte.

Code:
{
  "name" : "MQTT.fx KDW",
  "timestamp" : 1587133790385,
  "id" : "182a940399a2b",
  "status" : 0,
  "position" : {
    "lat" : 52.3877,
    "lon" : 9.6952
  },
  "data" : {
    "temperature" : 23.6
  }
}


Mit dem „status“-Feld des JSON-Objekts kann die Farbe des Positionselements in der Karte gesteuert werden. Hier gilt: status=0 ergibt ein grünes, status=1 ein gelbes und status=2 ein rotes Element in der Landkarte.

VG KDW
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kdw



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BeitragVerfasst am: 23.04.2020, 13:51    Titel: Kundennutzen … Antworten mit Zitat

Hallo Forum.

Wir werden uns im Webinar auch mit dem Kundennutzen einer IoT-Plattformintegration auseinandersetzen, siehe Fragestellung Welcher Mehrwert (Kundennutzen) ist durch eine IoT-Plattformintegration für den Produktanbieter und die Kunden möglich? in der Agenda.

Der Kundenutzen in einem IoT-Projekt entsteht nicht durch Zufall. Es gibt allerdings etliche Methoden aus dem Bereich der absatzorientierten Betriebswirtschaftslehre, die man als Entwickler und Produktmanager kennen sollte.



An Hand eines Beispiels werden wir den Einsatz einer Methodik aufzeigen und herausarbeiten, wie sich ein Kundennutzen erzielen lässt. Dabei gehen wir von der Annahme aus, dass ein physisches Produkt (z. B. eine Maschine oder ein Schaltschrank) mit einem Serviceprodukt (z. B. eine Software, die auf einer IoT-Plattform abläuft) kombiniert wird.

VG KDW

Bildquelle: Alexander Osterwalder, Roshan Talimi http://talimi.se/business/
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kdw



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BeitragVerfasst am: 26.04.2020, 08:12    Titel: IoT-Security … Antworten mit Zitat

Hallo Forum.

Selbstverständlich kommt auch das hochkomplexe Thema Security zur Sprache. Nach einer kurzen Einführung in die Sicherheitsanforderungen einer IoT-Anwendung, werden wir uns mit der Frage An welchen Vorgaben kann ich mich orientieren? beschäftigen. Hilfreich sind in erster Linie unabhängig Quellen. Also solche, die kein IoT-Security-Produkt anbieten und das Thema auch in seiner Gesamtheit betrachten.



Eine mögliche Antwort wäre das IoT Top 10 des OWASP [1]. Aber auch das NIST in den USA bietet zahlreiche Dokumente, die sehr wertvolle Informationen für die eigenen IoT-Projekt enthalten [2], [3], [4]. Auch die GSMA ist eine geeignete Quelle [5], [6], [7], [8] und [9].

VG KDW

Quellenangaben:

[1] OWASP TOP 10 2018 Internet of Things

[2] NIST.IR.8259-draft2: Recommendations for IoT Device Manufactures

[3] NIST White Paper: Methodology for characterizing Network Behavior of IoT Devices

[4] NIST.IR.8267-draft: Security Review of Consumer Home IoT Products

[5] IoT Security Guidelines Overview Document

[6] GSMA IoT Security Guidelines and Assessment

[7] IoT Security Guidelines for IoT Service Ecosystems

[8] IoT Security Guidelines for Endpoint Security

[9] IoT Security Guidelines for Network Operators
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kdw



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BeitragVerfasst am: 29.04.2020, 06:09    Titel: Slides als PDF ... Antworten mit Zitat

Hallo Forum.

Das Webinar hat planmäßig stattgefunden. Vielen Dank für die Teilnahme und das Feed-back. Hier ist der Link zum PDF:

https://ssv-comm.de/forum/dokumente/IOTPFI_280420-PDF.pdf

Da der Themenpunkt Kostenaspekte nicht mehr so ganz in den Zeitrahmen passte, werden wir zu diesem Thema eine separate Aufzeichnung anfertigen.

Insgesamt wollten wir im Webinar ja fünf verschiedene Fragestellungen beantworten. Das hat zumindest aus meiner Sicht auch recht gut geklappt. Trotzdem werde ich hier nach und nach noch zu jedem Fragenkomplex eine abschließende Antwort veröffentlichen und den Bezug zu der betreffenden Seite im PDF herstellen.

VG KDW
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kdw



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BeitragVerfasst am: 29.04.2020, 11:57    Titel: Frage 1 von 5 … Antworten mit Zitat

Hallo Forum:

Frage: Wie könnte die Datenverbindung zwischen physischen Produkten und einer IoT-Plattform in der Praxis aussehen?

Antwort: Die meisten Geräte, Maschinen und Anlagen lassen sich auf Grund fehlender Datenschnittstellen, Protokolle und IT-Sicherheitsfunktionen nicht direkt mit einer IoT-Plattform verbinden. Insofern wird zwischen Maschine und IoT-Plattform ein geeignetes Gateway als “Übersetzer“ geschaltet. Das spricht in die eine Richtung die klassischen Automatisierungsprotokolle und kommuniziert auf der anderen Seite TLS-gesichert per MQTT mit der IoT-Plattform (siehe Seite 10 im PDF)

VG KDW
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kdw



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BeitragVerfasst am: 29.04.2020, 14:10    Titel: Frage 2 von 5 … Antworten mit Zitat

Hallo Forum.

Frage: Welche Dienste stehen in einer IoT-Plattform zur Verfügung und was für Anwendungen lassen sich damit realisieren?

Antwort: Im Webinar wurde deutlich, dass IoT-Plattformen insgesamt recht komplex sind und eine große Vielfalt unterschiedlicher Dienste bieten. Neben einigen Spezialfunktionen (z. B. einen Device Shadow, Data Flow Engine, Rules Engine) gehören auch die klassischen Cloudservices dazu (siehe Seiten 5 – 9 im PDF). In Bezug auf die Anwendungen, die sich mit den Diensten realisieren lassen, wurden einige Beispiele geliefert. Recht ausführlich wurde eine WebGIS-Anwendung vorgestellt (siehe Seiten 14 – 17 und 28 – 30 im PDF).

VG KDW
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kdw



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BeitragVerfasst am: 30.04.2020, 06:34    Titel: Frage 3 von 5 … Antworten mit Zitat

Hallo Forum.

Frage: Welcher Mehrwert (Kundennutzen) ist durch eine IoT-Plattformintegration für den Produktanbieter und die Kunden möglich?

Antwort: Um diese Frage beantworten zu können, muss man von bestimmten Annahmen ausgehen. Eine davon ist, für wen die Antwort bestimmt ist. Der Nutzen für einen Hersteller von Geräten, Maschinen und Anlagen unterscheidet sich vom Mehrwert des Betreibers dieser Wirtschaftsgüter. Dazu findet man auf den PDF-Seiten 22, 23 und 24 einige Beispiele. Ansonsten haben wir im Webinar verdeutlicht, dass der Kunden- und Anwendernutzen systematisch mit den entsprechenden Methoden erarbeitet werden muss (siehe Seiten 25 – 27 im PDF) und dazu auch ein einfaches Beispiel geliefert (Seiten 28, 29). Wir haben des Weiteren mehrfach darauf hingewiesen, dass man auf keinen Fall ein IoT-Projekt ohne eine klare Planung des Mehrwertes (Kundennutzen) starten sollte und als Gerätehersteller, Maschinen- und Anlagenbauer das eigene Geschäftsmodell im Kontext des IoT-Vorhabens prüfen und anpassen sollte. In den meisten Fällen entsteht über die IoT-Plattformanbindung ein Service für den Betreiber und somit eine Produkt-Service-Kombination. Die muss im Geschäftsmodell verankert werden.

VG KDW

P.S.: Der auf den Seiten 28 und 29 als Beispiel vorgestellte Anomaly Detection Service mit einer Messbox und einem Cloudservice wurde von uns in ähnlicher Form auch schon für mehrere Kunden in der Praxis realisiert. Mit einem solchen Service einen Nutzen zu erzielen funktioniert wirklich …
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kdw



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BeitragVerfasst am: 02.05.2020, 13:56    Titel: Frage 4 von 5 … Antworten mit Zitat

Hallo Forum.

Frage: Wie lässt sich ein ausreichender Datenschutz und eine dem Stand der Technik entsprechende Cybersicherheit gewährleisten ohne einen zusätzlichen Vendor-Lock-in zu schaffen?

Antwort: Es wurde verdeutlicht, dass es in der IT-Security drei grundlegende Anforderungen gibt, die auch für eine IoT-Anwendung von der Datenquelle über die IoT-Plattform bis zur Datensenke gelten:

1. Authentizität (stammen die Daten wirklich aus meiner Datenquelle?)
2. Integrität (wurden die Daten verändert?)
3. Vertraulichkeit (konnte bzw. kann jemand „mithören“?)

(siehe Beispiel auf Seite 31 des PDF). Des Weiteren wurde auf die Quellen OWASP, NIST und GSMA verwiesen, die umfangreiche Dokumente speziell zur IoT-Sicherheit bereithalten.

VG KDW
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kdw



Anmeldedatum: 05.05.2006
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BeitragVerfasst am: 04.05.2020, 06:11    Titel: Frage 5 von 5 … Antworten mit Zitat

Hallo Forum.

Frage: Welche Kostenaspekte sind zu beachten (z. B. Kosten für die einzelnen Services, Kosten für Datenkommunikation, Kostenkontrollmöglichkeiten) und wie geht man in der Praxis damit um?

Antwort: Wie bereits angekündigt, werden wir auf Grund der kleinen Zeitprobleme an Ende des Webinars zu diesem Themenkomplex nachträglich eine separate Aufzeichnung anfertigen, die dann allen registrierten Teilnehmern zur Verfügung steht. Ansonsten wurde darauf hingewiesen, dass die Betriebskosten einer IoT-Anwendung gesamtheitlich betrachtet werden müssen. Dabei darf man z. B. auch nicht übersehen, dass beispielsweise in einer IoT-Device alle vier bis sechs Jahre eine Batterie gewechselt werden muss (siehe hierzu Seite 34 im PDF). Weiterhin dürfen die Kosten für Datenvolumen und Servicenutzung pro Device, die in der IoT-Plattform anfallen, auf keinen Fall unterschätzt werden, siehe Seite 35 des PDF (wenn eine einzige Device einer Anwendung innerhalb von 4.337 Minuten schon 24 Cent Kosten erzeugt, wären das bei 1.000 Devices unter Umständen schon eintausendmal mehr).

Hierzu noch eine Anmerkung: Die monatlichen Kosten einer industriellen IoT-Anwendung müssen geringer als der quantifizierbare Anwendernutzen sein. Diese simple Erkenntnis wird leider immer wieder übersehen und ist eine der Ursachen, warum viel Projekte am Markt nicht funktionieren.

VG KDW
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kdw



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BeitragVerfasst am: 05.05.2020, 06:48    Titel: IoT oder IIoT? Antworten mit Zitat

Hallo Forum.

Ein Teilnehmer des Webinars fragte mich in einer E-Mail, warum wir nur vom IoT gesprochen haben, obwohl wir doch überwiegend das IIoT (Industrial Internet of Things) gemeint haben?

Die Frage ist berechtigt. Die Antwort ist: Meines Erachtens gibt es eigentlich keinen technischen Unterschied zwischen einer Consumer-IoT- und einer industriellen IoT-Anwendung. Der IIoT-Begriff wurde mehr aus Marketinggründen und weniger auf Grund unterschiedlicher Architekturen und Konzepte geprägt.

Lediglich beim Anwender- bzw. Kundennutzen existiert ein wichtiger Unterschied. Für eine Consumer-IoT-Applikation reicht ein qualitativer Nutzen aus, um als Anbieter am Markt erfolgreich zu sein, z. B. eine "coole" Smartwatch mit Tracking-App. Eine IoT-Lösung für industrielle Anwendungen benötigt immer einen quantifizierbaren Nutzen, der sich für den Anwender auch rechnet. Ansonsten ist eine erfolgreiche Vermarktung schon recht schwierig und wenig wahrscheinlich.

VG KDW
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kdw



Anmeldedatum: 05.05.2006
Beiträge: 1368

BeitragVerfasst am: 08.05.2020, 05:57    Titel: Wie geht es weiter? Antworten mit Zitat

Hallo Forum.

Im Laufe des Sommers werden wir zwei weitere Webinare anbieten, die als Ergänzung zu IoT-Plattformintegration gedacht sind. Eines davon wird sich mit dem Thema Machine Learning mit Hilfe der Cloud beschäftigen. Es hat den Arbeitstitel Condition-Monitoring-Anwendungen per Machine Learning realisieren und wird als Kompaktseminar konzipiert, dass sich auch für Präsenzveranstaltungen eignet (z. B. im Rahmen von Kongressmessen, falls mal wieder welche stattfinden).



Eine Besonderheit dieser Veranstaltung ist ein kleiner Hands-on, über den die Teilnehmer ein paar themenbezogene Dinge ausprobieren können. Ich bin sehr gespannt, ob wir das hinbekommen. Ein Webinar mit Live-Hands-on wäre auf jedem Fall mal etwas Neues.

https://ssv-comm.de/forum/dokumente/MLKS_080520.pdf

Im Zusammenhang mit dem IoT wird immer „Vom Sensor bis in die Cloud“ gesprochen. Die damit gemeinte Teilaufgabe ist aus heutiger Sicht die wohl einfachste in einem IoT-Projekt und definitiv nicht der entscheidende Erfolgsfaktor. In industriellen Anwendungen wird vielfach ein zusätzlicher IoT-basierter Service für ein physisches Produkt entwickelt, z. B. die Zustandsüberwachung eines Antriebs per Condition Monitoring, um ungeplante Ausfallzeiten zu vermeiden. Insofern kann man das gesamte Vorhaben auch als Smart-Service-Entwicklung betrachten. Zu diesem Thema werden wir ebenfalls ein Webinar konzipieren.

Ein Smart Service besteht aus drei Funktionsbausteinen: 1. Einer Datenerfassung, 2. der Datenaufbereitung und Datenauswertung (Datenanalyse) sowie 3. einer Rückführung der Ergebnisse aus der Datenanalyse an Mensch und Maschine, um Entscheidungen zu treffen und Aktionen auszuführen.


Bildquellen: Al Nuaimi et al., Gartner plus SSV-Erweiterungen

Mit Hilfe eines Smart Services lassen sich Entscheidungen teilweise oder vollständig automatisieren. Der Automatisierungsgrad in einer Smart-Service-IoT-Anwendung hängt in erster Linie von der Datenanalyse ab. Für die bereits angesprochene Zustandsüberwachung per Condition Monitoring reicht eine deskriptive Datenanalyse, um an Hand der vorliegenden Daten den jeweiligen Zustand möglichst genau zu klassifizieren. Die Entscheidung, was in einem bestimmten Zustand jeweils zu tun ist, erfolgt durch die zuständigen Personen. Ebenso die Ausführung evtl. erforderlicher weiterer Aktivitäten.

VG KDW
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